Videokonferenzen ab sofort möglich

Wir sind ab sofort in der Lage, über verschlüsselte Kanäle mit Ihnen hochvertraulich Videokonferenzen durchzuführen.

Sie benötigen hierfür entweder ein Smartphone, ein iPad, ein Notebook oder einen Desktop-PC mit angeschlossener Webcam. Selbst wenn Sie nicht über derartige Geräte verfügen, sind wir in der Lage, Sie zu einer derartigen Videokonferenz über die Anwahl einer speziellen Telefonnummer hinzuzuschalten. Die Videokonferenzen können mit einer großen Anzahl von Personen gleichzeitig geführt werden, sodass auch beispielsweise Besprechungen im Zusammenhang mit komplexen Verträgen mit allen Beteiligten gleichzeitig bequem erfolgen können.

Wir benutzen die Software Goto-Meeting (https://www.gotomeeting.com/de-de) und würden Ihnen für den jeweiligen Termin der Videokonferenz eine Einladungs-E-Mail vorab zusenden. Aber auch ohne einen Termin kann von uns eine Videokonferenz ad hoc eingerichtet werden, sodass auch komplexere Themen kurzfristig über diesen Kanal besprochen werden können.

Es hat sich bei ersten Tests gezeigt, dass das Medium der Videokonferenz zwar nach wie vor einer persönlichen Besprechung unterlegen, einem Telefonat jedoch weit überlegen ist. Über die Software ist es uns auch möglich, Ihnen Dokumente zu zeigen und gemeinsam beispielsweise an den Entwürfen von Urkunden zu arbeiten.

Für die Teilnahme an den Videokonferenzen müssen Sie lediglich ein kleines Programm bzw. eine kleine App auf Ihr Gerät laden, der Aufwand hierfür ist aber sehr überschaubar und die Schaffung dieser Voraussetzung ist auch für unerfahrene Benutzer der Geräte machbar.

Für Rückfragen hierzu stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Corona-Virus

Bis auf leicht reduzierte Umgangsformen (wir verzichten zur Zeit auf das übliche Händeschütteln zur Begrüßung) sind aktuell praktisch keine Einschränkungen durch das SARS-CoV-2-Virus in unserer Kanzlei gegeben.

Als Notar bin ich verpflichtet, weiter für Beurkundungen verfügbar für Sie zu sein.

Die Westfälische Notarkammer schreibt hierzu: „Notarinnen und Notare sind gem. § 1 der Bundesnotarordnung Träger eines öffentlichen Amtes, die zur Erledigung von Aufgaben im Bereich der vorsorgenden Rechtspflege vom Land Nordrhein-Westfalen bestellt werden. Notarielle Amtshandlungen haben eine systemkritische Bedeutung für die Funktionsfähigkeit bestimmter zentraler Bereiche des Rechts- und Wirtschaftslebens: So sind etwa ältere oder schwerkranke Menschen ggf. auf die kurzfristige Vorbereitung und Beurkundung von Testamenten oder anderen Verfügungen von Todes wegen sowie von Vorsorgevollmachten angewiesen. Gesellschaftsrechtliche Vorgänge wie Umstrukturierungen oder Anteilsverkäufe können vor allem in der Krise zum Schutz oder zur Erhaltung von Arbeitsplätzen kurzfristig erforderlich sein, gerade in Zeiten eines weitgehend eingestellten Reiseverkehrs. Schließlich ist die Bestellung von Grundschulden und anderen Kreditsicherheiten auch in der Krise von besonderer Bedeutung. Diese Funktionen notarieller Amtstätigkeit müssen trotz der aktuellen Verschärfung der Risikosituation bei der Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) weiterhin aufrechterhalten werden.“ (Zitat: https://www.westfaelische-notarkammer.de/)

Wir suchen Verstärkung!

Wir sind eine überwiegend zivilrechtlich ausgelegte Kanzlei im Mittelzentrum Lengerich/Westfalen. Die Stadt und das Büro liegen verkehrsgünstig zwischen Osnabrück und Münster. Mit unserem stark wachsenden, motivierten Team betreuen wir in unseren modernen – erst kürzlich bezogenen – Büroräumen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht dabei immer mehr die notarielle Tätigkeit, zudem helfen wir unseren Mandanten aber auch zivilrechtlich gerne weiter.

Wir suchen für eine langfristige erfolgsorientierte Zusammenarbeit ab sofort

einen Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (m/w/d),

wobei Berufserfahrung von Vorteil, aber keine notwendige Voraussetzung ist.

Deine Tätigkeitsbereiche sind:

  • Mandantenempfang und Mandantenbetreuung
  • Kommunikation mit Mandanten, Behörden und Gerichten,
  • Aktenanlage, Stammdatenpflege und Digitalisierung von Schreiben
  • Mithilfe bei allen notariellen Tätigkeiten
  • Mithilfe im Rechtsanwaltsdezernat
  • Zwangsvollstreckung
  • Abrechnungen nach RVG und GNotKG
  • Büroorganisation

Wir sind familienfreundlich und stehen flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Arbeit in Teilzeit daher selbstverständlich aufgeschlossen gegenüber. Unbezahlte Überstunden sind uns unbekannt.

Wir erwarten eine erfolgreiche Ausbildung und im Idealfall Erfahrungen mit der Software RA-Micro.

Keine Lust haben wir auf verkniffene Befehlsempfänger, sondern erwarten von jedem Mitarbeiter der Kanzlei Zuverlässigkeit und ehrlichen Einsatz im Sinne der Mandanten. Zentral ist für uns auch Kommunikationsfähigkeit, daher würde es uns freuen, wenn du bei entsprechendem Interesse deine einschlägigen Fähigkeiten umgehend verwendet und uns eine Bewerbung an info@stoeppel.com sendest. Für Fragen steht dir Herr Rechtsanwalt Olaf Stöppel unter 05481 902 1860 gerne zur Verfügung.

Zeitungsbericht „Der selbstgemachte Erbe“

Artikel in den Westfälischen Nachrichten über meinen Vortrag „Der selbstgemachte Erbe“ am 12.09.2018. Ich bedanke mich für die Genehmigung, den Artikel hier wiedergeben zu dürfen bei Frau Maria Wellmeyer und den Westfälischen Nachrichten. Das Foto wurde von den Maltesern beigesteuert:

„Verteilen Sie den Kuchen, nicht die darauf liegenden Kirschen“.  Launig und mit einem Augenzwinkern gab Olaf Stöppel, Rechtsanwalt und Notar, am Mittwochabend im katholischen Gemeindehaus seine Ratschläge, wie man sein Testament verfassen sollte, um Erbstreitigkeiten zu vermeiden. Wieviel Aufwand muss sein, um für den Todesfall gut gerüstet zu sein? Was muss bedacht werden, damit es unter den Erben später keinen Streit gibt? Wie klar lassen sich die eigenen Wünsche formulieren und wer sichert ab, dass das auch genauso passiert? Der juristische Fachmann informierte die Zuhörer im vollbesetzten Saal des Gemeindehauses über Erbfolge, Verfügungsmöglichkeiten und Testamentsvollstreckungen und beantwortete auch Fragen der Zuhörer.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß Christian Schlichter, Diözesanreferent des Malteser Hilfsdienstes, der diese Vortragsreihe über Vorsorge für den letzten Abschied organisierte, die Gäste willkommen.

Stöppel erläuterte zunächst, dass Erbe derjenige sei, der das Vermögen des Verstorbenen erhalte. Wenn der Erbe nicht selbst bestimmt worden sei, würde die gesetzliche Erbfolge eintreten, bei der meist eine Aufteilung zwischen dem Ehepartner und den Kindern der verstorbenen Person erfolge. Der Jurist zeigte Unterschiede auf zwischen selbst geregelter Erbfolge und gesetzlicher Erbfolge. Die gesetzliche Erbfolge sei unflexibel. Der Notar erläuterte, dass die gesetzliche Erbfolge nur in seltenen Fällen, insbesondere wenn im Wesentlichen Barvermögen vorhanden ist, sachgerecht sei.

Nach einer Darstellung der drohenden Erbschaftssteuerbelastungen für die Erben erläuterte Stöppel, wie die Erbfolge testamentarisch sinnvoll geregelt werden kann und dass bei einer vernünftigen Gestaltung insbesondere auch Pflichtteilansprüche zu berücksichtigen sind.

Stöppel erklärte, viele Bürger glaubten, mit einigen wenigen Sätzen die Erbfolge selbst geregelt zu haben. Doch der Notar zeigte Fallstricke auf, wie zum Beispiel die Verwendung falscher Begriffe, die Zuordnung einzelner Vermögensgegenstände, das nichtige maschinenschriftliche Testament, die fehlende Bestimmung der Erben und viele andere.

Der Referent nannte Beispiele für Unsicherheiten, wenn neben dem Ehepartner eheliche und uneheliche Kinder vorhanden sind, wenn mangels eindeutiger Nennung der Erben Streit entsteht und wenn die Kinder eine Erbengemeinschaft bilden, die ins Grundbuch eingetragen wird.

Der Notar riet dringend, vorausschauend zu planen und bei hohem Vermögen schon zu Lebzeiten Vermögensteile auf die potentiellen Erben zu übertragen, um die Belastung durch Erbschaftssteuer möglichst zu vermeiden. Mit Hinweis auf die verzwickte Regelung der Freibeträge riet er, rechtzeitig mit einem Notar zu sprechen und durchaus auch einen Steuerberater einzuschalten. Auf die Frage, wann man einen Notar für die Erstellung eines Testaments braucht, empfahl der Jurist, bei Immobilienvermögen und Gesellschaftsbeteiligungen die notarielle Gestaltung zu wählen, da diese nach dem Tod den Erbschein überflüssig macht und dadurch erhebliche Kosten- und Zeitvorteile entstehen würden.

In den anderen Fällen, in denen eine handschriftliche Testamentsgestaltung infrage kommt, betonte Stöppel besonders, dass das selbst geschriebene Testament auch tatsächlich vollständig handschriftlich verfasst sein muss und möglichst beim Amtsgericht hinterlegt werden sollte, damit es nicht verschwindet. Er riet auch, das Testament – egal ob handschriftlich oder notariell errichtet – regelmäßig zu überprüfen und evtl. zu aktualisieren.

Der Notar rundete seinen Vortrag mit dem Hinweis auf die Möglichkeit einer Testamentsvollstreckung zur Absicherung des vererbten Vermögens ab. Diese Absicherung sei insbesondere bei behinderten oder bedürftigen Erben von erheblicher Bedeutung. Gleiches gelte für Erben mit Verschwendungssucht.

Schließlich müssen auch Sonderregelungen im Testament klar festgelegt werden, wie z.B. Vermächtnisse oder Auflagen für die Grabpflege, regelmäßige Schenkungen, Teilungsanordnungen, bei minderjährigen Kindern die Bestimmung eines Vormundes. Klare Festlegungen sind auch erforderlich bei behinderten, bedürftigen und minderjährigen Erben. Und wieder betonte der Jurist die Wichtigkeit der eindeutigen Formulierung des letzten Willens.

Olaf Stöppel zeigte auch Fehler auf bei Formulierungen, die Erbstreitigkeiten praktisch herausfordern. Der Lebensabschnittspartner soll testamentarisch ein Wohnrecht erhalten? Das muss tatsächlich klar geregelt sein, sonst besteht der Anspruch gar nicht erst und wenn es nur schlecht geregelt ist, bezahlt der Partner auf das Wohnrecht unnötig  Erbschaftssteuern. Der Jurist informierte darüber, dass bei gemeinsamen Kindern auch der geschiedene Partner unter Umständen das Vermögen des Erblassers erhalten kann. Wie ist es in Patchwork-Situationen? Hier muss genau abgewogen werden, wer wann welche Vermögensteile erhält.

Auch Sonderregelungen müssen im Testament klar festgelegt werden, wie Gestaltungselemente für Sonderfälle, die Grabpflege, Schenkungen, Teilungsfestlegungen, bei minderjährigen Kindern die Bestimmung eines Vormundes. Klare Festlegungen sind auch erforderlich bei behinderten, bedürftigen und minderjährigen Erben. Und wieder betonte der Jurist die Wichtigkeit der eindeutigen Formulierung.

Der letzte Rat des Referenten bekam reichen Applaus: „Sparen Sie nicht für die Erben, nutzen Sie ihr Vermögen selbst. Fahren Sie Erster Klasse, Ihre Erben tun es bestimmt.“